Montag, 01. Juni 2020
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Löschbezirk blickte auf vergangenes Jahr zurück

Auf ein ereignisreiches und bewegendes Jahr konnten die Feuerwehrangehörigen des Löschbezirk Hangard in ihrer Jahreshauptversammlung am Samstag, 4. Januar 2020 zurückblicken. Neben den Aktivwehrmitgliedern waren auch der Neunkircher Wehrführer Stefan Enderlein sowie der zweite hauptamtliche Beigeordnete der Kreisstadt Neunkirchen Thomas Hans als zuständiger Dezernent der Einladung ins Hangarder Feuerwehrgerätehaus gefolgt.

In seinem Jahresbericht zog Löschbezirksführer Björn Braun Bilanz aus dem vergangenen Jahr: Waren zum Jahresbeginn 2019 noch 33 Mitglieder in der Aktivwehr verzeichnet sind es nun 35. Auch in der Jugendfeuerwehr stiegen die Mitgliederzahlen von 15 auf 19 an. In Zeiten sinkender Mitgliederzahlen wieder ein Plus verzeichnen zu können kann jedoch allenfalls ein Grund zur kurzen Freude sein. Wie in fast allen Löschbezirken fehlen auch in Hangard weiterhin Mitglieder zum Erreichen der Sollstärke. Die Alterswehr stagniert bei 11 Mitgliedern.

Auch bei den abgeleisteten Einsätzen hat sich einiges getan. „Zu insgesamt 57 Einsätzen musste die Wehr im vergangenen Jahr ausrücken“, verkündete Braun. Diese unterteilen sich in 21 Technische Hilfeleistungen, 16 Brandeinsätze, 10 Fehlalarmierungen und 8 Falschalarme über automatische Brandmeldeanlagen. Insgesamt waren dabei 565 Feuerwehrangehörige in 839 Stunden 31 Minuten vertreten. „Erneut ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den vergangenen Jahren“, lautete es bei der Verlesung der Einsatzstatistik weiter. Für besonders hohe Einsatzbeteiligung zeichnete die Löschbezirksführung Nikolas Klein, Thimo Jennewein, Michael Rauber und Torsten Tobä aus.

Vier Einsatzlagen fanden 2019 mitunter besondere Beachtung. Neben Sturmtief „Eberhard“, welches am 10. März über das Land fegte und für zahlreiche Einsätze sorgte auch der Vollbrand eines Dachstuhls in der Wiebelskircher Kuchenbergstraße am 17. April des Jahres. Am 28. Juni kollidierte auf der L116 zwischen Hangard und Münchwies ein Motorrad mit einem entgegenkommenden Traktor. Durch die Wucht des Aufpralls reißt an der großen Maschine ein ganzer Reifen aus der Achse und kommt wenige Meter weiter zum Erliegen. Für den Kraftradfahrer, der mit seiner Maschine unter die Leitplanke geschleudert wurde, kam vor Ort jede Hilfe zu spät. Der eingetroffene Notarzt konnte am Unfallort nur noch den Tod feststellen. Am 12. Mai, kaum ein Jahr nach der Brandkatastrophe in der Wiebelskircher Kuchenbergstraße, bei der die Feuerwehr in einer dramatischen Rettungsaktion 11 Menschen retten konnte, erschütterte ein weiterer Großbrand Neunkirchen. Diesmal brach in einem Mehrfamilienhaus in der Wellesweilerstraße Feuer aus, welches sich über das hölzerne Treppenhaus rasant ausbreitete. Als die Feuerwehr kurz darauf eintraf, standen weite Teile des Gebäudes bereits in Vollbrand. Während einigen Bewohnern noch selbstständig die Flucht ins Freie gelang mussten 5 Menschen gerettet werden. Für eine Familie (2 Erwachsene, 1 Kind) im Dachgeschoss kam jedoch jede Hilfe zu spät. Fast 60 Stunden vergingen, bis die Feuerwehr ihren Einsatz beenden konnte.

Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung konnten diverse Ehrungen und Beförderungen nachgereicht werden. Von Feuerwehranwärtern zu Feuerwehrmännern wurden Julian Berger, Torsten Tobä und Vincenzo Zaffino befördert. Von der Oberfeuerwehrfrau zur Hauptfeuerwehrfrau wurde Claudia Lang befördert. Für 30 Jahre Feuerwehrdienst ehrte die Kreisstadt Neunkirchen Brandmeister Michael Giebel, für 40 Jahre Oberlöschmeister Walter Lang. Besonders hoher Applaus wurde am Abend Hauptlöschmeister Georg Müller zu teil. Nach vielen Jahrzehnten aktivem Feuerwehrdienst wurde er mit Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze von 65 Jahren in die Altersabteilung des Löschbezirks verabschiedet.

Turnusgemäß mussten auch einige Funktionen im Löschbezirk neu gewählt werden. Wenig überraschend wählten die Mitglieder Amtsinhaber Peter Appelt erneut zum Kassierer. Die Wahl zum stellvertretenden Kassierer entschied Rahim Suleimana für sich. Als Nachfolger von Nikolas Klein, der aufgrund seiner neuen Funktion als Jugendbeauftragter nicht mehr zur Wahl angetreten war, wurde Julian Berger zum Schriftführer gewählt.

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