Montag, 03. August 2020
Notruf: 112
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KATWARN ist ein einheitliches Warn- und Informationssystem, das bei Katastrophen und in Gefahrensituationen (z. B. Großbrände, Stromausfälle, Bombenfunde etc.) die betroffenen Bevölkerungsgruppen informiert. Seit 2011 ist Katwarn in Deutschland in verschiedenen Städten, Landkreisen und Stadtstaaten bzw. auf Bundesland- sowie auf Bundesebene im Einsatz und kann zum Beispiel per Smartphone-App genutzt werden. Die Anmeldung am System ist kostenlos und freiwillig und versorgt derzeit rund 2,5 Millionen Nutzer. Seit Juli 2017 gibt es Katwarn auch in Österreich.

Funktionsweise

Katwarn verteilt Informationen (Warnungen) von verschiedenen Einrichtungen nach festgelegten Kriterien auf verschiedene Endgeräte. Es bietet damit unterschiedlichen Einrichtungen die Möglichkeit, ihre jeweiligen Warnungen orts- oder themenbezogen zu verbreiten. Da es als ergänzendes Warnsystem konzipiert wurde, stellt es aber keinen Ersatz zu den allgemeinen Warnungen durch Polizei, Feuerwehren und in den Medien dar.

Ein Beispiel für eine über das Katwarn-System ausgesendete Warnnachricht kann lauten: „Die Feuerwehr meldet: Großbrand mit Schadstoffwolke – Warnung für den Postleitzahlbereich 12345 – öffentliche Plätze verlassen, Fenster und Türen schließen.“ Je nach Empfangsmedium werden die Informationen mit Grafiken und Symbolen ergänzt. Nach Auflösung der Gefahrensituation erhalten die angemeldeten Nutzer Informationen über die Entwarnung; alternativ wird bei Ausdehnung/Veränderung des Gefahrenbereichs ein erweiterter Nutzerkreis zielgenau über die Gefahr benachrichtigt.

Öffentliche Warnungen

Katwarn versendet ausschließlich offizielle Warninformationen zuständiger Behörden, Einrichtungen und Leitstellen. Da die Verantwortung für Warnungen in Deutschland je nach Gefahrensituation auf verschiedene Einrichtungen verteilt ist, kann sich die Nutzung von Katwarn regional unterscheiden. Derzeit nutzen die folgenden Einrichtungen Katwarn zum Versenden von Warnungen:

  • Landkreise und kreisfreie Städte, z. B. Berlin, Hamburg, Stadt und Landkreis München, Stadt und Region Hannover u. v. m.
  • Bundesländer und Stadtstaaten: Berlin, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland
  • Bundesweit: Deutscher Wetterdienst (DWD) als Behörde des Bundes (ausschließlich)
  • International: Österreich (seit 2017)

Warnungen für spezifische Areale

Privatunternehmen (z. B. BASF SE, Ludwigshafen) und Anstalten des öffentlichen Rechts (z. B. Hamburger Hafen) nutzen Katwarn, um auf ihrem jeweiligen Gelände oder Areal bei Gefahr zu warnen. Diese Warnungen können nicht öffentlich empfangen werden, sondern nur von festgelegten Zielgruppen (z. B. Mitarbeiter oder Gäste). Auch einzelne Taxidienste sind direkt mit Katwarn verbunden, um Taxifahrer und Fahrgäste im Gefahrenfall zu informieren und ggf. die Routen entsprechend anzupassen.

Orts- und Themenwarnungen

Katwarn-Warnungen können vom Endnutzer entweder über den Ortsbezug empfangen werden („Schutzengel“, Warnorte, Standort der Empfangsgeräte öffentlichen Raum, maximal sieben Orte) oder für bestimmte Themen unabhängig vom Standort abonniert werden (z. B. Oktoberfest in München, Rock am Ring, Messe Berlin). Anders als bei ortsbezogenen Warnungen im Falle einer Gefahrensituation, werden bei den themenbezogenen Warnungen sicherheitsrelevante Informationen auch schon im Vorwege verbreitet (z. B. zu großer Besucherandrang, gesperrte Eingänge etc.). Durch den Ortsbezug ist es hingegen möglich, dass lokale Warnungen nur an tatsächlich betroffene Personen und nicht deutschlandweit an alle Nutzer verbreitet werden. Der Vorteil dadurch: Keine unnötige Verunsicherung der „nichtbetroffenen“ Bürger, Reduktion des sog. „Katastrophentourismus“ sowie Vermeidung von unnötiger Nachrichtenflut.

KATWARN-Roaming

Mit der speziellen KATWARN-Roaming-Technologie für die KATWARN-App erhalten Nutzer bei aktiviertem Schutzengel auch im Ausland Warnungen für den jeweiligen Aufenthaltsort.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Katwarn aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung) Lizenz. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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